77
ſchen Angelegenheiten ganz verzweifelt ſtanden, er⸗ hielt der Erzherzog Karl wieder den Oberbefehl uͤber die oͤſterreichiſchen Armeen, die aber ſo entmu⸗ thigt waren, daß ein allgemeiner Ruͤckzug unver⸗ meidlich wurde.
Deen Oeſterreichern blieb nun nichts uͤbrig, als um Frieden zu bitten, der ihnen aber nur unter der Bedingung gewaͤhrt wurde, ſich von ihren Verbuͤn⸗ deten zu trennen. England, das den Kaiſer auf das Aeußerſte gebracht ſah, enthob ihn ſeiner ein⸗ gegangenen Verbindlichkeiten und ermaͤchtigte ihn zu einem Separatfrieden. Es kam ſofort zu einem Waf⸗ fenſtillſtande, auf welchen, da die Oeſterreicher ge⸗ nugſam gedemuͤthigt waren, der Friede bald folgte, der von Joſeph Buonaparte und dem Grafen Ko⸗ benzel, dem oͤſterreichiſchen Miniſter, zu Luneville unterhandelt wurde.
Der Kaiſer ſtraͤubte ſich beſonders gegen zwei Bedingungen. Die erſte war die Abtretung von Tos⸗ cana, dem Erblande ſeines Bruders. Es ſollte die⸗ ſes einem Prinzen aus dem Hauſe Parma gegeben werden, der Großherzog aber in Deutſchland dafuͤr eine Entſchaͤdigung erhalten. Der Oberkonſul ver⸗ langte zweitens, und zwar mit derſelben Hartnaͤckig⸗ keit, daß Franz nicht nur als Souverain ſeiner Erb⸗ lande, ſondern auch in ſeiner Eigenſchaft als deut⸗ ſcher Kaiſer Frieden ſchließen ſolle, obgleich er hie⸗ zu durch die Verfaſfung des deutſchen Reichs keines⸗


