38
Geſchuͤtzes und des Gepaͤckes ins Stocken gerieth, in etwas aufgehalten; bei ſolchen Anlaͤſſen ertheilte er ſeine Befehle auf die beſtimmteſte Weiſe, und augenblicklich wurden dieſe befolgt; ja ſchon ſein Blick ſchien hinrelchend, jedem Einwurfe zu begegnen und jede Schwierigkeit zu beſeitigen.
Die Armee erreichte nunmehr jenes ſonderbare
Kloſter, deſſen Moͤnche ſich mit eben dem Muthe, wie die franzoͤſiſchen Soldaten, der jedoch aus einer weit hoͤhern Quelle floß, auf dem ewigen Schnee nie⸗ dergelaſſen haben, um den Reiſenden, die ſich in die⸗ ſer traurigen Oede verirrten, Huͤlfe zu bringen und ſie gaſtlich aufzunehmen. Bis jetzt hatten die Sol⸗ daten kein anderes Labſal genoſſen, als ihren in Schnee getauchten Zwieback; die guten Vaͤter des Kloſters, welche ſtets bedeutende Vorraͤthe von Le⸗ bensmitteln beſitzen, reichten jedem Soldaten im Voruͤbergehen Brod, Kaͤſe und ein Glas Wein, was ihnen, nach dem Zeugniß eines ihrer Kameraden,*) in dieſem Augenblicke willkommener war, als alle Schaͤtze Mexiko's..
Das Hinabſteigen auf dem jenſeitigen Abhange
des St. Bernhard war fuͤr die Infanterie eben ſp,
und fuͤr die Reiterei noch beſchwerlicher, als das Hin⸗
aufſteigen, ward aber ohne irgend einen weſentlichen
*) Joſeph Petit, Fourier unter den Gardegrenadiren;„Die Schlacht von Marengo, oder Feldzug in Italien. Jahr IX
——


