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Verluſt bewerkſtelligt, und die Armee bezog ihr Nacht⸗ lager nach einem Marſche von vierzehn franzoͤſiſchen Meilen. Am 16ten Mai des Morgens nahm der Vortrab Aoſta in Beſitz, ein piemonteſiſches Dorf, wo das von der Dorea bewaͤſſerte Thal, das denſel⸗ ben Namen fuͤhrt, ſich eroͤffnet. Die natuͤrliche Schoͤn⸗ heit der Gegend ward durch die ſchauerlichen Wild⸗ niſſe, die man hinter ſich gelaſſen hatte, noch erhoͤht.
Ein ſolcher war der beruͤhmte Uebergang uͤber den St. Bernhard, bei deſſen Einzelnheiten wir uns um ſo lieber verweilt haben, weil er, obgleich eine wichtige milttaͤriſche Operation, eine Pauſe in jenen
blutigen Vorfaͤllen macht, zu denen wir jetzt zuruͤck⸗ kehren muͤſſen.
Auf den Widerſtand der Natur folgte jetzt der der Menſchen. Ein oͤſterreichiſches Korps ward zu Chatillon von Lannes uͤberwaͤltigt und geſchlagen; allein mit der ſtarken Feſtung Bard konnte man nicht ſo ſchnell fertig werden. Dieſe kleine Feſte liegt auf einem beinahe ſenkrechten Felſen, der von der Do⸗ rea da aufſteigt, wo das Thal von Aoſta, rechts und links von zwei Bergen ſo eingeengt iſt, daß die Feſte und die mit tuͤchtigen Mauern umgebene Stadt Bard den Weg gaͤnzlich verſperren. Durch dieſes furcht⸗ bare Hinderniß waren die Franzoſen fuͤr den Augen⸗ blick in ein Thal gebannt, wo ihnen die Lebensmit⸗ tel bald ausgehen mußten. General Lannes verſuchte zwar, das Fort im Sturme zu nehmen, allein die


