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nicht die Gelegenheit zu neuem Siegesruhme zu ver⸗ ſchaffen. Allein Buonaparte trug diesmal, ſo wie in andern Faͤllen, kein Bedenken, ausgezeichnete Kriegs⸗ maͤnner, wenn ſie auch ſeine Rivalen ſeyn ſollten, zum Dienſte des Staates zu verwenden. Er hatte gerechtes Vertrauen in die eigene Kraft, war ſich ſei⸗ ner Ueberlegenheit bewußt, und rechnete auf die Macht der Disciplin und der Kriegsluſt, durch welche die Generale vermocht werden, ein Kommando auch dann zu uͤbernehmen, wenn ſie mit der Regierung nicht zufrieden ſind. Solchergeſtalt machte er auch diejenigen Chefs von ſich abhaͤngig, die, der konſu⸗ lariſchen Regierung abhold, ſich zu den republikani⸗ ſchen Grundſaͤtzen hinneigten, wie z. B. Maſſena, Brune, Jourdan, Lecourbe, und Championnet. Er unterließ zu gleicher Zeit nicht, ihnen ſolche Auftraͤge zu ertheilen, wodurch ſie von einander getrennt und verhindert wurden, auf eine Regierungsveraͤnderung gemeinſchaftlich hinzuwirken.
Moreau, ſeinem Gegner, dem oͤſterreichiſchen Gene⸗ ral Kray, an Streitkraͤften weit uͤberlegen, erhielt den Befehl, die Offenſive zu ergreifen. Zwar ein trefflicher General, aber vorſichtig, ſtutzte er üͤber den ihm von Buonaparte zugefertigten Operations⸗ plan, nach welchem er bei Schafhauſen uͤber den Rhein gehen, nach Ulm vorruͤcken und ſich in den Ruͤcken der oͤſterreichiſchen Hauptarmee werfen ſollte. Dieß war einer von jenen Entwuͤrfen, die entweder zu


