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großen Siegen, oder zu großen Niederlagen fuͤhren, und an denen Buonaparte großen Geſchmack fand, die aber oftmals viel Bluͤt koſten, und die Veran⸗ laſſung waren, daß Buonaparte von denen, die ihn nicht leiden mochten, der General zu 10,000 Mann des Tages genannt worden iſt. Solche Unternehmun⸗ gen gleichen den verzweifelten Gaͤngen auf dem Fecht⸗ boden, und muͤſſen mit derſelben raſchen Entſchloſ⸗ ſenheit gedacht und ausgefuͤhrt werden. Selbſt die beſten Generale Napoleon's konnten nur unter ſei⸗ ner Leitung ſolche taktiſche Gewaltſtreiche ausfuͤhren.
Moreau uͤberzog Deutſchland nach einem etwas modificirten Plane, der eine Reihe von Maͤrſchen, Gegenmaͤrſchen und hitzigen Schlachten herbeifuͤhrte, in welchen General Kray, von dem Erzherzog Ferdi⸗ nand auf das trefflichſte unterſtuͤtzt, ſeinem uͤberle⸗ genen Gegner tapfern Widerſtand leiſtete.
In ſeiner Darſtellung dieſes Feldzugs tadelte Buonaparte den General Moreau wegen der Unſchluͤſ⸗ ſigkeit und Schuͤchternheit, mit der er ſeine errunge⸗ nen Vortheile verfolgte. Indeſſen moͤchten einem weni⸗ ger ſtrengen und vielleicht auch etwas unparteiiſche⸗ ren Richter die Leiſtungen Moreau's genuͤgen, da er, nachdem er zu Ende Aprils uͤber den Rhein gegan⸗ gen war, am 15ten Juli Augsburg erreicht hatte und bereit war, entweder ſich mit der italieniſchen Ar⸗ mee zu vereinigen, oder in das Herz der oͤſterreichi⸗ ſchen Staaten vorzudringen. Auch iſt nicht zu uͤber⸗


