Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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er Euch ſeine Vorſaͤtze ſo oft veraͤndern, als die Zier⸗ rathen ſeiner Weſte, und Ihr werdet nie im Stande feyn, die Farbe ſeiner innern Gewaͤnder aus ihrem aͤuf⸗ ſern Ausſehen zu errathen. Ein Krieger! Ja, eine ſchoͤne Geſtalt zu Pferde, und er kann ſich ziemlich wak⸗ ker auf dem Turnierplatze und in den Schranken be⸗ nehmen, wenn die Schwerdter an der Spitze und Schneide ſtumpf gemacht ſind und die Speere hoͤlzerne nicht aber ſtaͤhlerne Spitzen haben. Warſt du nicht bey mir, als ich zu eben dieſem zierlichen Marquis ſagte:hier ſind wir, drey gute Chriſten, und auf jener Ebene dort reitet eine Horde von etwa ſechszig Saracenen; wie, wenn wir ſie raſch angriffen? Es kommen blos zwanzig Unglaͤubige auf jeden aͤchten Ritter?

So viel ich mich erinnere, ſagte de Vaux,ant⸗ wortete der Marquis, ſeine Glieder ſeyen von Fleiſch, und nicht von Thon, und er wolle lieber das Herz ei⸗ nes Menſchen, als einer Beſtie, wenn auch dieſe Beſtie der Loͤwe waͤre. Aber ich ſehe, wie ſich die Sache ver⸗ haͤlt, wir werden enden, wie wir begonnen haben, und der Hoffnung, an dem heiligen Grabe zu beten, entſa⸗ gen muͤſſen, bis der Himmel dem Koͤnige Richard ſeine Geſundheit wieder geſchenkt hat. 1 3

Bey dieſer ernſten Bemerkung brach Richard in ein herzliches Gelaͤchter aus, das erſte, dem er ſich ſeit einiger Zeit uͤberlaſſen hatte.Was iſt es doch für eine ſonderbare Sache uen das Gewiſſen, daß ein ſo plumpwitziger nordi⸗ ſcher Lord, wie Du biſt, vermittelſt deſſelben ſeinen Fuͤr⸗