Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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beginnt. Aber, Sir Thomas, waͤre es wohl raͤthlich, dem heydniſchen Saladin, der alle Tugenden beſitzt, durch die ſich ein nichtchriſtlicher Menſch auszeichnen kann, das heilige Land zu nehmen, und es dem Giles Amaury zu geben, einem noch aͤrgern Heyden, als er ſelbſt, einem Goͤtzendiener einem Teufelsanbeter einem Schwarzkuͤnſtler, der die unnatuͤrlichſten und ſcheußlich⸗ ſten Verbrechen in den Gewoͤlben und an den geheimen Oertern des Abſcheu's und der Finſterniß veruͤbt.

Der Ruf des Großmeiſters der Hoſpitalritter des heil. Johannes zu Jeruſalem iſt weder durch Ketzerey noch Zauberey befleckt, ſagte Thomas de Vaux.

Allein iſt er nicht ein ſchmutziger Filz! ſagte Richard haſtig;ſtand er nicht im Verdachte ja mehr als im Verdachte den Unglaͤubigen die Vortheile ver⸗ kauft zu haben, die ſie nie durch Waffengewalt errun⸗ gen haben wuͤrden? Pah! Freund, beſſer waͤre es, die Armee an venetianiſche Schiffer und lombardiſche Kruͤmer zu verhandeln, als ſie dem Großmeiſter des heil. Johannes anzuvertrauen.

Wohl denn; ich will nur noch Eine Muthmaßung wagen, ſagte der Baron de Vaux.Was ſagt Ihr zu dem tapfern Marquis von Montſerrat, der ſo weiſe, ſo elegant und ein ſo guter Krieger iſt?

Weiſe! verſchlagen, haͤttet Ihr ſagen ſollen, erwiederte Richard;elegant im Kabinette einer Dame, wenn Ihr wollt. Ja! Conrad von Montſerrat, wer kennt nicht den Papagay? Poaltiſch und wandelbar, wird