Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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Sie koͤnnten den Erzherzog von Oeſterreich waͤhlen, fagte de Vaux.

Wasl! weil er fett und plump iſt, wie Du, Tho⸗ mas faſt eben ſo dickkoͤpfig, doch nicht ſo gleichguͤltig gegen Gefahren und Beleidigungen? Ich ſage Dir, daß Oeſterreich an dieſer ganzen Fleiſchmaſſe nichts Muthi⸗ geres und Lebendigeres beſitzt, als was die Graͤmlich⸗ keit der Weſpe, und der Muth eines Zaunkoͤnigs gewaͤh⸗ ren kann. Fort mit ihm! Er ein Fuͤhrer der Rit. terſchaft zu ruhmvollen Thaten! Gebt ihm eine Fla⸗ ſche Rheinwein, um ſie mit ſeinen ſchmutzigen Baͤren⸗ haͤutern und Lanzenknechten zu leeren.

Da iſt der Großmeiſter der Tempelritter, fuhr der Baron fort, nicht ungerne die Aufmerkſamkeit ſei⸗ nes Herrn von ſeiner Krankheit auf andere Gegenſtaͤnde hinlenkend, obſchon auf Koſten des Charakters von Fuͤr⸗ ſten und Potentatenda iſt der Großmeiſter der Tempelherren, fuhr er fort,unerſchrocken, einſichts⸗ voll und tapfer in der Schlacht und weiſe im Nathe; auch hat er keine beſondern Koͤnigreiche, die ihn von

ſeinen Bemuͤhungen zur Eroberung des heiligen Landes

abhalten koͤnnten. Was halten Eure Majeſtaͤt von dem Großmeiſter, als einem allgemeinen Anfuͤhrer des chriſtlichen Heeres?

Ha, Beau⸗Seant! entgegnete der Koͤnig.

O gegen Bruder Giles Amaury kann nichts eingewen⸗ det werden er verſteht ſich auf die Anordnung einer Schlacht, und weiß in der Fronte zu fechten, weun ſie

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