Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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ſeine weit ausgeſponnenen ehrgeizigen Plane zu be⸗ ſoͤrdern. Niemanden kam es in den Sinn, ſeine Ent⸗ wuͤrfe, wenn er ſolche hatte, dadurch zu ſtoren, daß er mit ihm um die gefaͤhrliche Beſchaͤftigung buhlte, taͤglich das Krankenbett eines Patienten zu bewachen, deſſen Krankheit fuͤr anſteckend erklaͤrt worden war; vorzuͤglich aber, wenn er bedachte, daß der Kranke Richarb Loͤwenherz war, der unter der ganzen wuͤ⸗ thenden Ungeduld eines von der Schlacht zuruͤckge⸗ haltenen Kriegers, und eines in der Ausuͤbung ſei⸗ ner Gewalt gehemmten Fuͤrſten litt. Die gemneinen Solbaten, wenigſtens beim engliſchen Heere, waren im Allgemeinen der Meinung, de Vaux pflege den Koͤnig wie ein Kamerad den Kameraden, mit der redlichen und uneigennuͤtzigen Offenheit einer zwi⸗ chen Kriegern und Theilnehmern taͤglicher Gefahren geſchloſſenen Freundſchaft.

Es war am Abende eines ſyriſchen Tages, als Richard auf ſeinem Krankenbette lag, das ſein Geiſt eben ſo ſehr verwuͤnſchte, als ſeine Krankheit daſſelbe ſeinem Koͤrper beſchwerlich machte. Sein helles blaues Auge, das zu allen Zeiten einen ungemein lebhaften Glanz hatte, zeigte eine durch Fieber und Ungeduld geſteigerte Lebhaftigkeit, und ſtrahlte unter den gekraͤu⸗ ſelten und unbeſchnittenen Locken gelben Haars ſo glaͤn⸗ zend und lebhaft hervor, als die letzten Strahlen der Sonne durch die Wolken eines herannahenden Gewit⸗ terſturms ſchießen, die jedoch von ihrem Schimmer