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12²² ſo widerſpenſtigen Kranken pflegte, deſſen Mißfallen ſo gefaͤhrlich war.
Sir Thomas war Lord von Gilsland, in Eum⸗ berland. Er wurde von den Normaͤnnern Lor) de Vaur und im Engliſchen von den Sachſen, die an ihrer Mutterſprache hingen, und ſtolz auf den An⸗ theil ſaͤchſiſchen Blutes waren, das in den Adern die⸗ ſes berühmten Kriegers rellte, Thomas, oder ver⸗ traulicher, Thom von Gills oder Narrow⸗Valley genannt, wovon ſeine ausgedehnten Beſitzungen ihre wohlbekannte Benennung ableiteren.
Dieſer Krieger hatte faſt in allen Kriegen mit⸗ gekaͤmpft, die entweder zwiſchen England und Schott⸗ land, oder unter den verſchiedenen einheimiſchen Par⸗ theyen gefuͤhrt wurden, und in allen hatte er ſich ſowohl durch ſeine kriegeriſchen Talente als durch ſeinen perſönlichen Muth ausgezeichnet. Er war in andern Hinſichten ein rauher Soldat, plump und ſorglos in ſeinem Betragen, verſchloſſen, ja faſt muͤrriſch im ge⸗ ſellſchaftlichen Kreiſe und, wie es ſchien, ganz unbe⸗ kannt mit Hoͤflichkeit und feiner Lebensart. Es gab jedoch Leute, die tiefer in ſeinen Charakter einge⸗ drungen ſeyn wollten. Dieſe behaupteten, der Lord de Vaur ſey nicht weniger ſchlau und hochſtrebend, als plump und kuͤhn, und glaubten, daß, indem er
die Dreiſtheit und Kuͤhnheit im Charakter des Koöͤ⸗
nigs nachahme, dieß wenigſtens einigermaßen in der
Abſicht geſchehe, ſeine Gunſt zu begruͤnden, und ſo


