124 noch vergoldet werden. Seine maͤnnlichen Geſichtszuͤge verriethen die Fortſchritte der verheerenden Krankheit,
und ſein vernachlaͤſſigter und unaufgeſtutzter Bart hatte Lippen und Kinn uͤberwachſen. Er warf ſich von einer Seite zur andern, zog die Decke in dieſem Augenblicke an ſich, und ſtieß ſie in dem naͤchſten eben ſo ungedul⸗ dig von ſich, ſo daß ſein zerruͤttetes Lager und ſeine ungeduldigen Geberden zugleich die Energie und die raſtloſe Ungeduld einer Gemuͤthsart zeigten, deren na⸗ tuͤrliche Sphaͤre die der thaͤtigſten Anſtrengung war. Neben ſeinem Lager ſtand Thomas de Vaux, an Geſicht, Haltung und Benehmen der ſtaͤrkſte Contraſt gegen den kranken Monarchen. Seine Leibesgroͤße naͤ⸗ herte ſich dem Rieſenhaften, und ſein dickes Haar haͤtte mit dem Haare Simſons verglichen werden koͤnnen, jedoch nur nachdem die Locken des israelitiſchen Helden unter die Scheere der Philiſter gekommen waren; denn de Vauv's Locken waren kurz beſchnitten, um von ſeinem Helme bedeckt werden zu koͤnnen. Das Licht ſeines hellen, großen, nußbraunen Auges glich dem des Herbſtmorgens, und es wurde nur auf einen Augen⸗ blick getruͤbt, wenn es auf Richards heftige Unruhe und Gemuͤthsbewegung blickte. Seine Geſichtszuͤge, die nicht minder plump waren als ſeine Perſon, mochten ſchoͤn geweſen ſeyn, ehe ſie durch Narben entſtellt wur⸗ den; ſeine Oberlippe war, nach der Sitte der Nor⸗ manen, mit einem dicken Knebelbarte bedeckt, der ſo lang und uͤppig wuchs, daß er ſich mit ſeinem Haupt⸗
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