116 ruͤck; allein als er beim Hinaustreten aus der aͤuſ⸗ ſern Grotte zuruͤckblickte, ſo ſah er den Einſiedler mit wahnſinniger Haſt die zottige Decke von ſeinen Schultern ziehen, und ehe er die ſchwache Thuͤre, welche die zwei Gemaͤcher von einander trennte, ſchlie⸗ ßen konnte, hoͤrte er die Geiſelhiebe und das Aechzen des Opfers unter dieſer ſelbſtaufgelegten Buͤßung. Ein kalter Schauder uͤberlief den Ritter, als er be⸗ dachte, wie ſchwer die Suͤnden und wie tief die Ge wiſſensbiſſe ſeyn muͤſſen, die ſich durch eine ſo ſtrenge Buße weder ſuͤhnen noch mildern laſſen. Andaͤchtig betete er ſeinen Roſenkranz und warf ſich auf ſein rauhes Lager nieder, nachdem er einen Blick auf den noch immer ſchlafenden Muſelmann geworfen hatte; und ermuͤdet von den mannigfaltigen Scenen des Tages und der Nacht ſchlief er bald ſo feſt ein, wie ein Kind. Nach ſeinem Erwachen am folgenden Morgen hielt er gewiſſe Berathungen uͤber wichtige Gegen⸗ ſtaͤnde, die ihn noch zwei Tage laͤnger in der Grotte zu bleiben nothigten. Regelmäͤßig verrichtete er, wis es einem Pilger geziemte, ſeine Andachtsuͤbungen; allein in die Kapelle, wo er ſo viele Wunder geſehen hatte, ward er nicht wieder eingelaſſen.
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