49 ren, und wenn du willſt, auch fuͤr deine Haͤnde Be⸗ ſchaͤftigung finden.“
Der morgenlaͤndiſche Krieger erhob ſich in ſeinem Steigbuͤgel, ſchwang ſeine Lanze hoch empor, und er⸗ wiederte:„Schwerlich, fuͤrchte ich, werde ich einen mit einem Kreuze auf der Schulter finden, der es mit mir im Wurfſpießwerfen wird aufnehmen wollen?“
„Dafuͤr ſtehe ich nicht“ erwiederte der Ritter,“ doch gibt es in dem Lager gewiße Spanier, die ſich recht gut auf eure morgenlaͤndiſche Gewohnheit, den Wurfſpieß zu werfen, verſtehen.
„Hunde und Soͤhne von Hunden”“ rief der Sa⸗ racene aus,„was kommen dieſe Spanier hieher, um die wahren Glaͤubiger zu bekaͤmpfen, die in ihrem ei⸗ genen Lande ihre Herrn und Zuchtmeiſter ſind. Mit ihnen werde ich mich in kein kriegeriſches Spiel einlaſſen.“ 4
„Laßt die Ritter von Leon oder Aſturien nicht hoͤren, daß Ihr ſo von ihnen ſprecht,“ ſagte der Rit⸗ ter vom Leoparden,„aber,“ ſetzte er, bey der Erin⸗ nerung an das Morgengefecht, laͤchelnd hinzu,„wenn Ihr ſtatt eines Pfeiles geneigt ſeyd, den Schlag einer
Streitart auszuhalten, ſo werdet Ihr abendlaͤndiſche Krieger genug finden, die euer Verlangen erfuͤllen werden.“ 8
„Bei dem Barte meines Vaters, Ritter,“ ſagte
der Saracene, kaum merklich laͤchelnd,„das Spiel
iſt zu rauh als bloße Beluſtigung.— Nie werde ich W. Scott's Werke VI. 4


