48 derbare Scene mit anſehen,“ ſagte der Emir,„n. ein lederner Gurt und ein paar Sporen den Aermſten zum Nange des Maͤchtigſten erheben.“ 1„Ihr muͤßt hinzufugen, freies Blut und ein furcht⸗ loſes Herz,“ ſagte der Chriſt,„dann habt Ihr vielleicht nicht unwahr geſprochen.“ 4„Und miſcht Ihr Euch vielleicht eben ſo frey unter die Frauen Eurer Anfuͤhrer und Befehlshaber?“ fragte der Saracene. „Gott verhuͤte“ ſagte der Ritter vom Leoparden,
„daß der aͤrmſte Ritter in der Chriſtenheit nicht die Freiheit haben ſollte, in jedem ehrlichen Dienſte, ſein ker und Sch werdt, den Ruhm ſeiner Thaten, und
die beſtimmte Neigung ſeines Herzens der ſchoͤnſten Prinzeſſin zu weihen, die je eine Krone auf i ihrer Stirne trug.“
„Allein vor einer kurzen Weile, ſagte der Sara⸗ cene,„be ſchriebet ihr die Liebe als den hoͤchſten Schatz des Herzens. Die deinige iſt ohne Zweifel einem bohen und edlen Gegenſtande gewidmet worden?“
8„Fremdling„ antwortete der Chriſt tieferroͤthend, „wir geſtehen nicht zu vorſchnell, wo wir unſern theu⸗ erſten Schatz niedergelegt haben,— es iſt genug fuͤr dich zu wiſſen, daß meine Liebe, wie du ſagſt, einem hohen und edlen Gegenſtande gewidmet iſt— ja, ei⸗ nem ſehr hohen— ſehr edeln! Willſt du aber von Liebe und gebrochenen Lanzen hoͤren, ſo wage dich ins
Lager der Kreuzfahrer, und du wirſt fuͤr deine Oh⸗ ren,


