Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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47 kann ich 5000 Mann befehligen, und ſende ich mei⸗ nen Bogen, ſo erſchuͤttern 10,000 wohlberittene Krie⸗ ger die Wuͤſte. Und mit deinen 50 Begleitern biſt du gekommen, ein Land zu erobern, in welchem ich einer der Geringſten bin?“

„Nun, beim heiligen Kreuze, Saracene,“ erwie⸗ derte der abendlaͤndiſche Krieger,„du ſollteſt, ehe du dich ruͤhmeſt, wiſſen, daß ein Stahlhandſchuh eine ganze Handvoll Horniſſe zermalmen kann.“

„Ja, aber er muß ſie zuerſt ergriffen haben,“

ſagte der Saracene mit einem Laͤcheln, das vielleicht

ihr neues Buͤndniß gefaͤhrdet haben wuͤrde, haͤtte er nicht den Gegenſtand des Geſpraͤchs veraͤndert, und hinzugefuͤgt:„und wird die Tapferkeit unter den chriſtlichen Fuͤrſten ſo hoch geſchaͤßt, daß du, ein an

Mitteln und Leuten ſo armer Ritter, dich, wie neu⸗

lich, erbieten kannſt, mir in dem Lager deiner Bruͤder Schutz und Sicherheit zu verſchaffen?“

„Wiſſe, Saracene,“ ſagte der Chriſt,„daß der Name eines Ritters und das Blut eines Edelmanns jeden berechtigen, ſich mit Souverainen, ſelbſt vom er⸗ ſten Range, in Allem, was nicht koͤnigliche Gewalt und Herrſchaft betrifft, auf eine und dieſelbe Stufe zu ſtel⸗ len. Wuͤrde Richard von England ſelbſt die Ehre ei⸗ nes ſo armen Ritters, wie ich bin, verletzen, ſo koͤnnte er ihm, den Geſetzen der Ritterlichkeit zu Folge, den Zweikampf nicht verweigern.“

„Ich glaube, ich wuͤrde nicht ungerne eine ſo ſon⸗