Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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32 als ob ſie auf den Baͤumen des Paradieſes gewachſen waͤre?

Tapferer Saracene, antwortete der Chriſt, mit einigem Erſtaunen uͤber die ſo unerwartet gegen ihn vorgebrachte Anklage aufblickend,wiſſe, daß ich von meiner chriſtlichen Freiheit Gebrauch mache, indem ich etwas genieße, das den Juden verboten iſt, die, wie ſie ſelbſt geſtehen, unter der Knechtſchaft des alten mo⸗ faiſchen Geſetzes ſtehen. Wir, Saracene, merke es dir, haben eine beſſere Gewaͤhr fuͤr das, was wir thun Ave Maria! wir wollen dankbar ſeyn. Und der Bedenklichkeiten ſeines Gefaͤhrten gleichſam ſpottend, beſchloß er ein kurzes lateiniſches Tiſchgebet mit einem langen Zuge aus der ledernen Flaſche.

, Das heißt Ihr auch einen Theil Eurer Freiheit, fagte der Saracene,und wenn Ihr Euch gleich den Thieren fuͤtteet, ſo wuͤrdigt Ihr Euch zu dem viehiſchen Zuſtande herab, indem Ihr trinkt, was ſelbſt ſie ver⸗ ſchmaͤhen.

Wiſſe, thoͤrichter Saracene, erwiederte der Chriſt ohne Zaudern,daß du die Gaben Gottes laͤ⸗ ſterſt, wie ſie dein Vater Ismael gelaͤſtert hat. Der Saft der Traube iſt dem, der ihn weiſe genießen will, als etwas gegeben, das des Menſchen Herz nach der Arbeit erfreut, ihn auf dem Krankenbette erquickt, und im Kummer troͤſtet. Wer ihn ſo genießt, kann Gott fuͤr ſeinen Weinbecher, wie fuͤr ſein taͤglich Brod, danken; und wer die Gabe Gottes mißbraucht, iſt kein

groͤßerer