Teil eines Werkes 
6. Band, Erzählungen von den Kreuzfahrern : 2. Erzählung, Der Talisman : 1. Theil (1826) Tales of the Crusaders. The Talisman
Entstehung
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29 ſproſſen, und war den uͤbertriebenen Schilderun⸗ gen, welche die Minſtrel jener Zeit von den unglaͤubi⸗ gen Kriegern zu entwerfen pflegten, und der fabelhaf⸗ ten Beſchaffenheit, welche eine Schweſterkunſt ihnen noch jetzt auf Graͤnzſaͤulen leiht, ſo unaͤhnlich als moͤg⸗ lich. Sein Geſicht war klein, wohlgebildet und zart⸗ doch von der Sonne des Orients ſtark gebraͤunt, und endigte mit einem wallenden und gekraͤuſelten, ſchwar⸗ zen Barte, der mit beſonderer Sorgfalt aufgeſtutzt zu ſeyn ſchien. Die Naſe war gerade und regelmaͤßig, die Augen ſcharf, tiefliegend, ſchwarz und gluͤhend, und ſeine Zaͤhne wetteiferten an Schoͤnheit mit dem Elfen⸗ beine ſeiner Wuͤſten. Kurz, die Perſon und Propor⸗ tionen des Saracenen, der neben ſeinem maͤchtigen Gegner auf dem Raſen ausgeſtreckt lag, haͤtten ſich mit ſeinem glaͤnzenden, durch ſeine ſchmale und leichte, aber blanke und ſcharfe Damascenerklinge, ausgezeich⸗ neten Krummſaͤbel vergleichen laſſen, im Contraſte mit dem langen und gewichtigen gothiſchen Schlachtſchwerdte, das losgeſchnallt auf demſelben Raſenplatze lag. Der Emir war in der Bluͤthe ſeiner Jahre, und haͤtte viel⸗ leicht ausgezeichnet ſchoͤn genannt werden koͤnnen, waͤre nicht ſeine Stirne zu ſchmal, und ſein Geſicht et⸗ was zu mager geweſen, wenigſtens nach europaͤiſcher

Beur kthe ilung der Schoͤnheit. e Sitten des morgenlaͤndiſchen Kriegers waren aumut hie, ernſt und anſtaͤndig, zeigten aber doch in einigen Einzelnheiten den gewoͤhnlichen Zwang, welchen