Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1831) Reise von Nantes nach den Antillen, und dann nach Schottland, England und der Insel Walcheren : mit besonderer Hinsicht auf den Charakter und die Lebensart der Seeleute / T.F.M. Richter
Entstehung
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fen zu Statten kommt, ſo gewann er einen Vor⸗ ſprung, ohne daß man ihm einen einzigen Schuß bei⸗ bringen konnte. Von den vielen Ungluͤcklichen, die, in einer Reihe auf dem Back ſtehend, von einer Ku⸗ gel getroffen worden waren, ſah ich nichts, als die Spuren des von den Dielen bereits abgewaſchenen Blutes. Aber eine weite Oeffnung im Bord des Bugs zeugte von der Groͤße und Gewalt des toͤdtlichen Ge⸗ ſchoſſes.

Der Wind wurde nun immer ſchwaͤcher, unſer Schiff blieb, als das ſchwerfaͤlligſte, immer mehr zu⸗ ruͤck, und endlich konnte man Freund und Feind nur mit Fernglaͤſern noch unterſcheiden. Die Mannſchaft durfte daher, jedoch in Kleidern und auf den Dielen, abwechſelnd ihre Ruhe halten. Auch ließ man die Ge⸗ fangenen wieder aus dem Raume.

Bei Sonnenaufgang erblickten wir am weſtlichen Horizont unſer Geſchwader, im Verfolgen des feindli⸗ chen begriffen, das weit voraus war. Der Grund die⸗ ſer uͤberlegenen Geſchwindigkeit der franzoͤſiſchen Schiffe lag hauptſaͤchlich darin, daß es ganz neue waren, welche, wegen ihres reinen Bodens, jederzeit beſſer als aͤltere ſegeln. Ueberdem kennen die Leſer ſchon aus dem drit⸗ ten Baͤndchen meiner Reiſen die vortreffliche Bauart der franzoͤſiſchen Fahrzeuge, und wiſſen, daß dieſe den engliſchen nichts nachgeben, wenn man ſie geſchickt zu behandeln verſteht, was gegenwaͤrtig der Fall war.

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