ͤ
A
177
Gegen neun Uhr Morgens verſtaͤrkte ſich die Kraft des Windes von neuem. Unſer Neptun, der die Maſten mit Segeln bis zum Brechen beſpannte, gerieth jetzt in eine Bewegung, gleich dem Flug eines Vogels. Gegen Mittag hatte er die andern Schiffe eingeholt.
Nachmittags wehten nur gelinde Luͤftchen. Die meiſten engliſchen Linienſchiffe blieben ſehr zuruͤck; da⸗ gegen die franzoͤſiſchen ſich immer mehr nach Weſten entfernten. Doch am Abend wurde das hinterſte nach und nach von einer Corvette, einer Brig und einer Fregatte eingeholt. Dieſe unterhielten die ganze Nacht ein lebhaftes Kanonenfeuer, waͤhrend jenes wenig Widerſtand that, ſondern bloß auf ſeine Flucht be⸗ dacht war.
Gegen Morgen, wo die beiden andern Fluͤchtlinge gaͤnzlich verſchwunden waren,— ſie ſind nach den nord⸗ amerikaniſchen Freiſtaaten entkommen,— verlor das bedraͤngte Schiff alle Kraft, indem es nicht nur an den Maſten, Segeln und Tauen ſehr gelitten, ſondern auch viele Menſchen verloren hatte. Es wurde daher, als wir uns zwiſchen St. Domingo und Jamaika be⸗ fanden, von einem Linienſchiffe, dem Pompey, erreicht und zum Streichen der Flagge gezwungen.— Man ſieht hieraus, daß die Kriegsflotten, wenn ſie Jagd auf einander machen, nach denſelben Grundſaͤtzen ver⸗ fahren, wie die Truppen auf dem Feſtlande bei Ver⸗ folgung des Feindes. Die leichten Schiffe beunruhigen,
IV. 12


