15 daten zu ergreifen, wobei er in ſeinem Zorne ausrief: „Ich will einen jeden von dieſen Rothroͤcken verhaften laſſen— ich will ihn ins Gefaͤngnis werfen— und waͤre es Oliver Cromwell ſelbſt!“ Der Zorn des ehren⸗ werthen Maire hatte wohl ſeinen Verſtand umnebelt, als er ſich ſo zur Unzeit mit ſeiner Autoritaͤt bruͤſtete. Denn drei Soldaten, die bisher bewegungslos wie Bild⸗ ſaͤulen daſtanden, ruͤckten nun vorwaͤrts, traten zwi⸗ ſchen die ſtaͤdtiſchen Behoͤrden und den Soldaten, der ſich eben wieder erheben wollte, und ſetzten, einen Zoll weit von dem podagriſtiſchen Zehen des Herrn
Maire das Gewehr bei Fuß, daß es laut durch die ge⸗
woͤlbte Kapelle wiederhallte. Der fruͤher ſo entſchloſ⸗ ſene Maire, der ſich in ſeinem Eifer fuͤr die Erhal⸗ tung der Ordnung gehindert fand, warf einen Blick auf ſeine Gehuͤlfen und ſah wohl, daß die Macht nicht auf ſeiner Seite war.
Die friedfertigen Zuhoͤrer waren zuſammengefah⸗
ren, als ſie hoͤrten, daß das Eiſen den Stein beruͤhre Der Herr Buͤrgermeiſter mußte ſich alſo zu einer muͤndlichen Erklaͤrung verſtehn. 3
„Was wollt Ihr, Gentlemen?“ ſagte er.„Ziemt es ſich wohl fuͤr achtbare, gottesfuͤrchtige Soldaten, die ſo große Thaten fuͤr das Wohl des Vaterlandes gethan haben, in der Kirche Haͤndel anzufangen, oder einem vorwitzigen Kameraden beizuſtehn, der bei einem fei⸗ erlichen Dankfeſte den Pfarrer von ſeiner eigenen Kan⸗ zel reißen will?“
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