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nen Mantel. Seine Thränen ſtrömten unaufhaltſam; Bernhard umſchlang ihn bewegt, ja beklommen, denn auch er gedachte ſeiner Liebe.
Achtes Capitel.
„Höre weiter, mein Sohn,“ fuhr der Greis nach eini⸗ ger Zeit fort.„Ich habe nun einmal begonnen, den Pfeil aus der Wunde zu reißen, und der Schmerz ſoll meine Hand nicht unmännlich zurückhalten. Von jenem erſten ſe⸗ ligen Abend laß mich ſchweigen. Eine ſolche Wonne, das erſte Finden der Geliebten, erlebt der Menſch nur einmal, und verſteht ſie erſt dann ganz, wenn ſie ihn wirklich durch⸗ dringt. Das behält Dir das Leben als ſein köſtlichſtes Kleinod noch vor. Es iſt der Gipfel unſerer Wanderung, von dem wir plötzlich mit überraſchtem Entzücken die Welt als ein Paradies vor den trunkenen Augen ausgebreitet ſehen. Aber dann geht es abwärts, immer tiefer in das Thal hinein, das Dir anfänglich nur die Ausſicht verſchließt, dann enger und kühler wird, bis endlich die ſchroffen, er⸗ ſtarrten Felſen, die Dich ummauern, keinen Wunſch mehr laſſen, als den, die Wanderung zu beſchließen. Nur, wenn die Stille der Nacht Deine unruhige Seele in Schlummer wiegt, und das Dunkel Deinen traurigen Aufenthalt ver⸗ hüllt, dann wird die Erinnerung mächtiger und zaubert Dir in ſehnſüchtigen Träumen das verſchwundene Glück vor die Seele, oder die Sehnſucht wird quälender und Du blicſſt zu den goldenen Sternen hinauf, die Deine Nacht nicht erleuchten, ſondern nur zeigen, wie finſter ſie iſt.
Waldhulde, ſo nennt ſich dieſe Bewohnerin der Wälder,


