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Pater mit noch unſicherer, aber allmälig feſter werdenden Stimme.„So ſprechen Sie ſich doch endlich aus! Ent⸗ halten Ihre Drohungen die Erklärung, daß Sie fortan offen den Abſichten des Ordens entgegenwirken und daß Sie mich deshalb hier als Ihren Gefangenen zurückhal⸗ ten wollen, oder wohin geht ſonſt Ihr Verlangen? Das wahre Sachverhältniß iſt am Ende doch nur, daß Sie augenblicklich mich wie ich Sie in Schach halte, doch Sie ſind viel zu ſchlau, um nicht zu begreifen, daß Sie, ohne ſich ſelber preiszugeben, dies gefährliche Spiel unmöglich auf die Dauer fortzuſetzen im Stande ſein werden.“
„Wenn Sie die zwiſchen uns obwaltende Sachlage ſo genau erkennen, warum richten Sie ſich nicht danach? Ich kenne meine Abhängigkeit von dem Orden und von Ihnen zu gut, um darauf nicht Rückſicht zu nehmen, aber ich will nicht gedrängt ſein. Noch halte ich mein Vorhaben auf den Herzog nicht für geſcheitert, er wird zu mir zurückkehren. Wie können Sie beanſpruchen, daß
eine ſo feſt gewurzelte Ueberzeugung von dem erſten
ohnedies durch Ihre Schuld übereilten Verſuch geſtürzt werden ſoll? Gewähren Sie mir nur noch acht Tage und ich ſtehe Ihnen dafür, ich werde mein Ziel erreichen. Allein merken Sie ſich, nie werde ich in Ihren Plan einer Entführung Chriſtian's willigen, ich kenne Sie zu


