Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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gut, als daß mir die für dieſen darin liegende Gefahr nicht offenbar ſein ſollte. Ihre Drohung abzureiſen endlich fürchte ich nicht. Sie ſind nicht der Mann, ſo leicht eine ſo lange und beharrlich verfolgte Abſicht auf⸗⸗ zugeben, und wenn doch, ſo werde ich Ihr Vorhaben zu vereiteln und meine Maßregeln zu treffen wiſſen. Mit einer an die Duenna gerichteten herriſchen Geberde, ihr zu folgen, verließ ſie das Zimmer.

Dieſes Weib! murmelte der Jeſuit, ihr mit einem wüthenden Blicke nachſchauend.Und wenn ſie wüßte, daß mir bei jenem unglückſeligen Aufſtunde in Hameln mit der geraubten Caſſette alle die ſie betreffenden Be⸗ weiſe mit meinen eigenen Papieren zugleich verloren ge⸗ gangen ſind! Ich wahnſinniger Narr, dieſe wichtigen Schriften damals nicht in meiner Taſche zu behalten! Gefangen! Durch meine eigene Schuld gefangen! Sie hat ſchon ganz Recht, ich kann ohne irgend ein erlangtes Reſultat nicht von hier fort; ſchon die Lächerlichkeit die⸗ ſes Ausgangs wird und muß mich daran verhindern. Und doch, bedarf es für mich denn noch eines Bewei⸗ ſes, daß ſie auch nur mit ihrem neuen Vorgeben mich hinzuhalten und unter dieſem Deckmantel ihre wahnſin⸗ nige Liebſchaft mit dieſem neunmal vermaledeiten Ketzer weiter zu ſpinnen beabſichtigt? Ein Wunder bleibt es nur, wandten ſich ſeine Gedanken einer andern Richtung