Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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ſchon iſt, fünfzigtauſend Rubel in Silber zuſammenzu⸗ bringen.

Wir erhielten endlich Briefe. Mit welchem Entzücken ich das Blatt, auf dem ich die Handſchrift meines Va⸗ ters erkannte, an meine Lippen drückte, kann ich nicht ſchildern! Die Nachrichten, die wir erhielten, waren frei⸗ lich im Ganzen nicht ſehr tröſtlich. Graf Brazow ſchrieb ſeiner Frau und Schweſter, daß man mit möglichſter Eile in der Auswechſelung verfahren wolle, daß aber ge⸗ wiß der Winter darüber herankommen werde. Aehnliches ſchrieb mir mein Vater, der zugleich an Schamyl die Bitte gerichtet hatte, nach Dargo⸗Weden kommen zu dür⸗ fen, um in meiner Nähe zu ſein. Dieſe letztere Bitte wurde natürlich abgeſchlagen. Mit den Briefen zugleich waren Kleider und eine Menge Toilettengegenſtände für uns angekommen. Wir ſchenkten viele von den letz⸗ tern an die Frauen Schamyl's. Doch war Chuanete die einzige, die uns wirkliche Zuneigung bewies. Ami⸗ nete, die jüngſte, kümmerte ſich faſt gar nicht um uns. Zaldete zeigte ſich nur dann freundlich, wenn ſie glaubte von uns Vortheil ziehen zu können. Sie war übrigens kränklich. Chuanete dagegen blieb ſanft, freundlich und wohlwollend gegen uns. Ich hörte, ſie ſei die Lieblings⸗ frau Schamyl's, und ich fand das ſehr begreiflich, denn während Zaldete von morgens bis abends mit einem gro⸗