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deren Ungehorſam alſo nur in der Weigerung beſtand, einer Laune Aimar⸗Eddin's und dem ungerechten Zwang Schamhl's zu widerſtehen, hatte davon gehört, daß wir gegen den Sohn Schamhl's ausgewechſelt werden ſollten und daß man ſich auf eine lange Anweſenheit unſererſeits vorbereitet habe. Man überlegte, ob es nicht eine andere Rettung gebe. Aber vergebens. An Flucht war nicht zu denken, an eine Befreiung durch die Ruſſen ebenſo wenig. Selbſt die Vermittlung Geor⸗ ge's, auf die ich bisher ſo viel Gewicht gelegt, erſchien mir als werthlos, ſeit ich wußte, wie wenig Bedeutung Schamhl dem Aufſtande der Garikaner beilegte.
Helene verließ uns ſpät in der Nacht, weinend, wie ſie gekommen. Wir alle wünſchten, wir möchten uns wiederſehen, und gelobten ihr, nichts von ihrem Beſuche zu verrathen.
Die Tage und Wochen vergingen mir in aufreiben⸗ der Einſamkeit. Ich beſaß nicht das Talent, wie Nina Brazow und auch Sophia, mich für die kleinen häusli⸗ chen Intriguen, die in dem Harem Schamhl's ſpielten, zu intereſſiren, ſondern füllte meine Tage damit aus, daß ich ſchrieb und mich von einigen Dienerinnen in Handarbei⸗ ten unterrichten ließ, wie ſie auf jenen Bergen verfertigt werden. Nina plauderte viel mit den Sultaninnen, den Frauen Schamhl's. Sophia ſchien von einer verzehren⸗


