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als ſehr reich ſchilderten. Sie ſchienen die Weigerung, bei der Helene beharrte, nicht begreifen zu können und
bemitleideten ſie faſt wegen ihrer Beſchränktheit. Aber
ſoviel auch Helene in ihrer zweijährigen Gefangenſchaft leiden mochte, ſie blieb feſt.„Sterben, wenn es ſein muß, aber nicht die Gattin eines ſolchen Mannes wer⸗ den!“ Das blieb ihre Antwort.
Helene hatte ſchon am Tage unſerer Ankunft von uns gehört und die glühendſte Sehnſucht empfunden, end⸗ lich einmal wieder mit Frauen, die ihr gleich ſtanden, ſpre⸗ chen zu können. Unter dem Vorwande, daß ſie krank ſei — und leider war ſie in der That durch Kummer und Entbehrungen ſehr leidend geworden— bat ſie um ein wärmeres Zimmer, und man gewährte ihr ein ſolches in dem Flügel, in welchem wir wohnten. Auf die Gefahr hin, entdeckt und in einen ſtrengern Gewahrſam geführt zu werden, hatte ſie die erſte günſtige Gelegenheit be⸗ nutzt, uns aufzuſuchen. Und nun war ſie bei uns, zugleich ergriffen von der höchſten Freude über die Gegenwart von mitfühlenden Weſen und von um ſo größerem Schmerze über unſer gemeinſames Schickſal.
Was ich hier auf dem Raume weniger Blätter zu⸗ ſammendränge, nahm in der Form der Erzählung und des wechſelſeitigen Geſprächs mehrere Stunden bis
über Mitternacht hinaus, in Anſpruch. Auch Helene. 16


