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heit, mit Helenen allein zu ſein und derſelben kleine Auf⸗ merkſamkeiten zu erweiſen. Zu Anfang lächelte ſie dar⸗ über; ſpäter, als der Gefangene kühner wurde, zog ſie ſich ſcheu zurück. Der Oberſt jedoch, dem ſie ſich durch deſſen Frau mittheilte, nahm die Sache leicht, ſprach davon, daß Aimar⸗Eddin bald gegen einen gefangenen ruſſiſchen Offizier ausgewechſelt werden würde, und bat ſie, die Harmonie, die bis jetzt zwiſchen der Familie und dem Gefangenen geherrſcht hatte, nicht durch allzu große Vorſicht und Zurückhaltung zu trüben. Sie er⸗ füllte alſo den Wunſch ihres natürlichen Beſchützers, war freundlich gegen Aimar⸗Eddin und legte auf dieſe Weiſe den Grund zu ihrem ſpätern Unglück. Denn Aimar⸗Eddin, wenig bekannt mit den Formen der civi⸗ liſirten Geſellſchaft, glaubte wahrſcheinlich in der Freund⸗ lichkeit Helenens die Erwiderung ſeiner Neigung leſen zu dürfen. Er ſprach davon, ob ſie ihn in ſeine Berge begleiten wolle, und treu der Weiſung, die ſie von dem Oberſten erhalten, antwortete ſie ſcherzend und auswei⸗ chend, aber nicht gerade ablehnend.
Kurze Zeit darauf wurde Aimar⸗Eddin wirklich aus⸗ gewechſelt, und Helene, der dieſes Spiel um ſo unan⸗ genehmer geweſen ſein mochte, da ſie, wie erwähnt, einen Andern liebte, athmete auf. Vier Wochen ſpäter er⸗ ſchien eine kleine Geſandtſchaft von den Bergen vor den


