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Menſchen mochten leicht Wohnung in dieſem Serail finden.
Gegen neun Uhr morgens brachte man uns But⸗ ter, Zwiebeln, HOel, gekochtes Hammelfleiſch und Brod zum Frühſtück. Der Tag ging uns hin mit Betrachtun⸗ gen über unſere Lage und Geſprächen mit den Sulta⸗ ninnen, die uns abwechſelnd mit ihren Kindern beſuch⸗ ten. Gegen Abend endlich kündigte uns Kadjio den Be⸗ ſuch Schamhl's an.
Er kam nicht in unſer S ſondern ſetzte ſich unter der Gallerie auf eine niedrige Bank, die man ihm hinſtellte. Sein Anzug war weiß; ein dunkler Bart um⸗ ſchloß ſein ruhiges, etwas blaſſes Geſicht. Er machte mir den Eindruck eines aufmerkſam beobachtenden Man⸗ nes, der große geiſtige Fähigkeiten beſitzt, nicht den Ein⸗ druck eines Kriegers. Alles an ihm war mehr fein und zart als groß und heldenmüthig. Zu ſeiner Seite be⸗ fanden ſich Kadjio und ein Dolmetſcher, der Indris ge⸗ nannt wurde. Doch wurde der letztere nur ſelten ge⸗ braucht; Nina ſprach in ihrer Landesſprache mit dem Imam, und mit wenigen Ausnahmen verſtanden ſie ſich.
Nachdem uns Schamyl eine Zeit lang mit voll⸗ kommener Ruhe beobachtet hatte, fragte er nach unſerer Geſundheit. Nina antwortete ihm, wir befänden uns Gott ſei Dank wohl, doch hätte unſere gute Conſtitu⸗


