Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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meine Weigerung anführen kann. Außerdem liebt mich Daniel wirklich!“

„Und ich liebe Sie nicht?“ rief der Major ſtürmiſch und bitter.

„Soll ich der Regierung etwa antworten laſſen, daß ich Daniel nicht heirathen könne, weil der Major Om⸗ brazowitſch es nicht gern ſehen würde?“ erwiderte Sophia mit herbem Ausdruck der Stimme.

„Comteſſel“ rief der Major, und diesmal ſchien eine wirkliche Bewegung ſeine Stimme zu erſticken,„Com⸗ teſſe, es handelt ſich nur darum, ob Sie den Prinzen lieben. Iſt das nicht der Fall, ſo will ich eher der Re⸗ gierung offen den Krieg erklären, als Sie ſeine Gattin werden laſſen. Aber, Comteſſe, meine Stellung iſt eine ſchwierige. Bei der leiſeſten Ahnung davon, daß ich viel⸗ leicht die Urſache Ihrer Weigerung ſein könnte wird man mich entfernen, wird man uns trennen. Das will ich ver⸗ meiden, wenn es möglich iſt, und es iſt möglich, wenn Sie meinen Rath hören wollen und— wenn Sie mich lieben!“

„Major“, antwortete Sophia,„ſprechen Sie weni⸗ ger von Liebe, mehr von Vernunft. Betrachten Sie die Angelegenheit ruhig wie ich. Geſetzt, ich liebte weder Sie noch Daniel und wallte es vermeiden, der Regierung eine offene Weigerung entgegenzuſeten, was würden Sie mir rathen, zu thun?“