Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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dem Wohnzimmer der Comteſſe ſtand. Sie konnte es erreichen, ohne von den Dienerinnen bemerkt zu werden. Dieſe ſämmtlichen Zimmer lagen in einem hohen Erd⸗ geſchoß; nach dem Garten zu war daſſelbe von einer hölzernen Gallerie umgeben, von welcher eine Treppe nach der oberſten Terraſſe niederführte. Eine Thür ſchloß die Treppe von der Gallerie ab, und dieſe Thür war es, die Sophia jetzt öffnete, um zu dem Major hinabzuſteigen.

Ombrazowitſch ging ihr einige Stufen entgegen und ſagte mit bewegter Stimme:„Meine theure Comteſſe, ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Sie wiſſen nicht, welche Seligkeit Sie mir gewähren!“

Und vielleicht unwillkürlich ſtreckte er ſeine Hand aus, um die ihrige zu ergreifen.

Sophia mußte trotz der Dunkelheit dieſe Bewegung bemerkt haben, denn ſie zog ihre Hand, die auf dem Geländer der Treppe ruhte, ſogleich zurück.

„Herr Major“, ſagte ſie.„ich darf vorausſetzen, daß Sie keinen Augenblick vergeſſen werden, daß nur die dringende Sprache Ihres Briefes mich bewogen, ja faſt gezwungen hat, hierher zu kommen. Ein einziges Wort, das mich daran erinnern könnte, daß ich leichtſin⸗ nig geweſen— und ich kehre nach meinem Zimmer zurück.“

Der kalte, eiſige, bis zur höchſten Förmlichkeit ge⸗