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und der ſchreckensvollen Beſtürzung brachen, die ihre Seele verdüſterten, zeigte ihr immer wieder, daß ein Kampf mit jenem allmächtigen Willen eine Thorheit ſei. Wie vernichtet ſaß ſie in ihrem Seſſel; die Stunden vergingen, ohne daß ſie eine Ahnung von ihrem Schwin⸗ den hatte.
Sie mußte ſich jetzt klar zu werden ſuchen, ſie mußte in die Tiefe ihres eigenen Herzens blicken, und ſie fand, daß ſie den Major liebe, nicht Daniel. Wäre es der Wunſch der Regierung geweſen, daß ſie die Gattin des Majors werde, ſo würde ſie, ihrer Natur gemäß, eben⸗ falls über ein ſolches Eingreifen in ihre Freiheit erbit⸗ tert geweſen ſein, aber es wäre ihr leichter geweſen, ſich zu fügen. Jetzt fühlte ſie, daß der Major ihr theuer war und daß ſie Daniel haßte. Ja, ſie haßte ihn von dem Angenblick an, in welchem das herbe Geſchick ihr keine andere Wahl mehr ließ. Ein Wirbelwind von Ge⸗ danken tobte durch ihren Kopf. Sollte ſie ſich aufleh⸗ nen? Sollte ſie fliehen? War ſie der Liebe des Ma⸗ jors ſicher? Würde dieſer es wagen, der Ungnade der Regierung zu trotzen, denn dieſe Ungnade mußte ihn treffen, wenn er es wagte, ſich um eine Hand zu bewer⸗ ben, über welche die Regierung verfügt hatte. Mit brennendem Schmerze fühlte ſie, daß ſie dem Major nicht vertrauen könne. Und was dann? Der einzige


