Teil eines Werkes 
2. Band (1866)
Entstehung
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miſchung nichts zu thun hat. Die Sache iſt ganz ein⸗ fach. Schon als ich im Januar in Tiflis war, ſprach — nun, ſprach ZJemand mit mir von Deiner bevorſte⸗ henden Verbindung mit Daniel, und ich antwortete, wie ich es auch aufrichtig glaubte, daß Deiner Verbindung mit Daniel nichts im Wege ſtehe. Mein Schwager ſelbſt lebt die ruſſiſche Regierung bis jetzt wohl noch zu wenig, um ſie zu ſeinem Brautwerber zu machen!“ Er lachte gutmüthig über ſeinen eigenen Einfall, ſtand auf und nahm nicht ohne Herzlichkeit Sophiens

Hand.

„Ueberlege es Dir, liebe Schweſter“ ſagte er.„Es würde mir ſehr leid thun, wenn Du Dir 3wang an⸗ thun ſollteſt. Aber bis jetzt habe ich in Deinem Ver⸗ hältniß zu dem Major noch nichts bemerkt, was mich darauf ſchließen laſſen könnte, daß Du ihn Daniel vor⸗ zögeſt. Ich bleibe dabei, Daniel iſt eine beſſere Partie für Dich. Und man betrachtet in Tiflis die Verhältniſſe ganz richtig. Das haben mir Daniel's Reden nicht erſt

ſeit heute gezeigt. Es geht etwas in ihm vor; es ſind,

wie es ſcheint, alte ehrgeizige Ideen in ihm aufgetaucht. Vielleicht hat man ihn gereizt. Er ſprach von der Ver⸗ achtung, mit welcher die Ruſſen auf die Eingeborenen blickten, die doch ein edleres Geſchlecht und die eigent⸗ lichen Herrſcher ſeien; er betonte mehrmals, daß, wenn