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„Still!“ unterbrach Michael erſchreckt die Spreche⸗ rin und warf den Brief wieder in das geheime Fach. „Mag es ſein, weſſen Handſchrift es wolle, Du weißt jetzt, daß man ſich mit Dir beſchäftigt!“—
Sophia war bleich geworden. Offenbar hatte ſie einen ſolchen Einfluß nicht erwartet. Selbſt Michael bemerkte die Verwirrung und Beſtürzung, die ſich deut⸗ lich in ihren Zügen ausprägte.
„Es thut mir leid, liebe Sophia“, ſagte er brüder⸗ lich theilnehmend,„daß man Dir auf dieſe Weiſe einen Theil der Freiheit Deines Entſchluſſes rauben will, aber ich kann nach meiner Weiſung nicht anders handeln, als ich thue. Ich muß fürchten, daß man mir die Schuld zuſchreibt, wenn dieſe Verbindung mit Daniel Garika nicht geſchloſſen wird. Im Uebrigen, ich ſagte es Dir ſchon vorher, ſehe ich kein Unglück für Dich dabei. Du weißt, daß auch ich Nina aus politiſchen Rückſichten ge⸗ heirathet, und ich habe mich nicht ſchlecht dabei befunden.“
„Glaubſt Du, daß Daniel Garika vielleicht ſelbſt eine ſolche Einmiſchung herbeigeführt?“ fragte Sophia, und das leiſe Zittern ihrer Stimme verrieth, daß ſie heftig bewegt ſei.
„Wo denkſt Du hin?“ rief Michael erſtaunt.„Das liegt nicht in ſeinem Charakter. Nein, ich könnte mein Wort darauf geben, glaube ich, daß er mit dieſer Ein⸗


