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nie wieder. Tanlik⸗Aga war ein Chriſt und, wenn ich ihn mit den meiſten Andern verglich, ein Mann von
ſanfterem Charakter; ſo nannte ich denn eines Tages
das Wort Prieſter, das ich ſchon oft gehört und deſſen Bedeutung ich verſtanden hatte. Er ſchien hocherfreut, bereitete Alles zu einer glänzenden Hochzeit vor, und einige Wochen ſpäter zogen wir in großem Zuge nach einem Orte, in welchem ein Biſchof wohnte, der uns zuſammengab.
Das iſt die Geſchichte, Herr, wie ich hierher ge⸗ kommen. Wollt Ihr mich fragen, ob ich hier glücklich lebe, ſo kann ich Euch kaum antworten. Ich weiß nicht, wie es mir ergangen ſein würde, wenn ich in Kathari⸗ nenfeld geblieben wäre; ich glaube, ich hätte auch dort ein einſames und trauriges Daſein geführt. Etwas heimiſch und zufrieden fühlte ich mich erſt in dieſem Hauſe, als mir Gott den erſten Sohn ſchenkte, den ich an meinem Herzen großziehen und den ich Manches von meiner Sprache und meinen Sitten lehren konnte. All- mälig fand ich mich auch in das Leben, wie es hier die Frauen führen. Es iſt nicht ganz ſo trübe, wie man es vielleicht anderswo glaubt. Eine arme Bäuerin wie ich iſt ja an Einſamkeit und Wirthſchaftlichkeit gewöhnt. Später ſchenkte mir der Himmel noch zwei Söhne und zwei Töchter, und als ich erſt der Sprache


