Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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Doch faßte er ſich ſchnell, zögerte noch einen Moment bei der Weinranke, hinter der er ſtand, als ob er etwas betrachte, und trat dann vor.

„Ich glaubte wahrlich, die Rebe dort treibe neue Blüten“, ſagte er, gleichſam ſein Zögern entſchuldigend, und begrüßte ſich dann mit Sophia Brazow. Es konnte nicht auffällig ſcheinen, daß ſie ihm die Hand reichte; er war ja ihr Verwandter und galt in aller, ſelbſt in des Majors Augen für den begünſtigten Bewerber. Daniel und der Major begrüßten ſich höflich, etwas kalt, aber doch mit einer gewiſſen Vertraulichkeit, die allmä⸗ lig zwiſchen Perſonen, welche ſich oft ſehen, eintritt.

Zwei Diener, die auf großen Schüſſeln Früchte und Gebäck brachten, erleichterten das Anknüpfen der Unter⸗ haltung, die jetzt franzöſiſch geführt wurde. Die Herren nahmen einige von den kleinen Kuchen und tranken Ma⸗ raschino und Curagao; von letzterem verſchmähte ſelbſt Sophia ein Gläschen nicht. Man ſprach über das Wetter, das noch immer ſehr ſchön war und den Aufenthalt im Freien geſtattete, über das Befinden Michael's und Nina's und über den Krieg. Der Major hatte neue Nach⸗ richten und die Beſtätigung früherer Mittheilungen er⸗ halten. Er berichtete, daß Fort Tſcheftetil(von den Ruſſen St.⸗Nikolai genannt) ſich noch in den Händen der Türken befinde, daß aber die Generale Orbeliani und