Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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grenzt von einem ſanft im Halbkreis zurückweichenden Walde, vor ihm, jenſeits des Thals, zog ſich ein mäßi⸗ ger Hügel hinauf, bedeckt mit Wald⸗ und Obſtbäumen, die ein Schloß umrahmten, deſſen Gemäuer durch das Laub hervorblickte. Nördlich von dem Schloſſe, zur rech⸗ ten Hand des Reiters, zeigten ſich am Fuße des Hügels nach dem Karaſſu hin die Häuſer eines kleinen Orts. Lieblicheres und zugleich Edleres als die Formen des ſanft ſchwellenden Hügels und der Umriſſe der Baum⸗ gruppen vermochte man ſich nicht zu denken. Hier und dort weideten Heerden, von Knaben und Männern in der einfachen, aber maleriſchen Landestracht gehütet, eine Heerde Füllen trabte über den weichen Wieſengrund, ſich ergötzend in luſtigen Sprüngen— es war in der That ein Bild des Paradieſes!

Daniel Garika ritt etwas langſamer durch das Thal dem Schloſſe zu. Er fürchtete, man könne ihn von dort aus bemerken, und mochte ſich nicht zu eilig zeigen. Die Landleute, an denen er vorüberkam, zogen demüthig ihre flachen Mützen; ſie betrachteten ihn immer noch als den Herrn des Landes, über das der Großvater Daniel's als König geherrſcht hatte, bis Rußland die Länder, welche den Süden des Kaukaſus umſpannen, unter ſein Scepter zwang. Auch Schloß und Stadt Dari, die vor dem Reiter lagen, hatten einſt den Garikas gehört.