Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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darboten; ſein Herz war voll Unruhe, und außerdem waren ihm ja dieſe Schönheiten etwas Altes. Die wun⸗ dervollen, glühendrothen Kronen der Buchen, Eichen und Linden, der Platanen, Eſchen und Ulmen, zwiſchen denen die faſt noch ſommerlich grünen Ranken der Schlingpflanzen ſich in ſüdlicher Fülle hinzogen— er kannte ſie ja von Jugend auf. Die Lichtungen mit ihrem bereits gelblichen, aber immer noch erfriſchenden Raſen und ihren einzelnen maleriſchen Baumgruppen entlockten ihm kein Staunen der Bewunderung mehr. Dieſes Pa⸗ radies war ſein Vaterland; er kannte den Namen jedes kleinen Dorfes, das aus den Bäumen an einem Bach hervorlauſchte, oder ſich an einem dicht mit Geſträuch be⸗ wachſenen Felſen hinaufzog, und die herrlichen Formen der Baumwipfel und Berge riefen auch nicht ein einzi— ges Mal das Bewußtſein ihrer Schönheit in ihm wach. Seine Gedanken weilten bei denen, die er hinter ihnen finden ſollte.

So ritt er ſcharf faſt eine halbe Stunde lang, bis der Wald ſich plötzlich lichtete und eine Landſchaft vor ihm lag, die jedes fremde Auge mit Entzücken erfüllt haben würde. Ein Thal, von mehreren Bächen durchzo⸗ gen, die dem Karaſſu zueilten und deren Lauf von faſt noch grünen Bäumen begleitet wurde, dehnte ſich breit und gemächlich vor ihm aus. Zur Linken war es be⸗