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vernehmen. Daniel unterſuchte noch einmal das Siegel, fand es aber auch diesmal unkenntlich und zerriß nun den Brief in eine Menge kleiner Stücke und warf ſie in den Wind, der ſie verwehte. Ein Reiter wurde unter den Bäumen ſichtbar, ein junger Eingeborener. Sobald Daniel ihn erkannte, nahm ſein Geſicht einen erwar⸗ tungsvollen Ausdruck an, und er ritt dem Reiter ent⸗ gegen, der demüthig grüßte und ihm einen Brief über⸗ reichte, einen zarten Brief auf roſafarbenem Papier und mit friſch geſchriebener Aufſchrift:„Dem Prinzen Daniel Garika.“
Daniel erbrach ihn haſtig und las die Worte in franzöſiſcher Sprache:
„Mein lieber Prinz! Nina und Michael beſuchen eine Familie in der Stadt. Ich bin zurückgeblieben. Darf ich Sie erwarten?
Sophia.“
Daniel, freudig erregt, warf dem Reiter ein Geld⸗ ſtück zu, das dieſer auffing, und rief.„Ich komme!“ In demſelben Augenblick erſchien jedoch ein anderer Reiter auf ſchaumbedecktem Pferde und überreichte Da⸗ niel einen zweiten Brief, deſſen Form und Aufſchrift dieſelbe Schreiberin bekundete. Daniel öffnete ihn dies⸗ mal zögernd und las die Zeilen:
„Mein lieber Prinz! So eben kommt Paul. Ich


