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ein Mann, an deſſen leichtem elaſtiſchem Gange ſie Guſtav erkannte. Laut und zärtlich ſeinen Namen rufend, trat ſie mit offenen Armen ihm entgegen, und — ſtand vor Jakob Neuhaus, der raſch durch das Gebüſch ſprang und Aurelien ſchweigend ein Blatt über⸗ reichte, das ſie ohne Frage nahm und im Meierhofe verſchwand.
Gewaltſam riß ſich Randau von dieſen träume⸗ riſchen Gebilden los, aber ſie hatten ihm Wahrheit gezeigt. Jakob hatte der unruhig Wartenden faſt in jener Weiſe einen Brief übergeben, und jetzt ſtand Aurelie, bleich wie eine Todte, und ſtarrte auf die Buchſtaben der Schrift. Dieſe war von Mariens Hand.
„Ich habe Dir,“ ſo lautete ſie,„zwar mein Wort gegeben, Guſtav's Banden zu löſen, und willig zu dulden und zu leiden, aber nur in der Voraus⸗ ſetzung, daß ſein Herz mir nicht mehr gehörte. Von dieſer ſchrecklichen Täuſchung bin ich befreit. Seine Schwüre ewiger Liebe wiederholen ſich in dieſem Augen⸗ blick. In ſeinen Armen, die mich nmſchlingen, ſchreibe ich dieſe Zeilen an Dich; nichts kann und wird nns trennen. Lebe wohl, Aurelie! Du wirſt nach dieſer Mittheilung meinen Frieden nicht mehr trüben wollen, denn Du kannſt es nicht. Lebe wohl!“


