Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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ſtimmte mit allem überein, und der Profeſſor fand es recht und wohlgethan, daß ein Mann von Muth und Willensſtärke und obenein ein Mann von Vermögen, die Hände nicht in den Schooß lege, ſondern tüchtig ſtrebe um für Förderung des Wahren und Rechten, für das Wohl Aller ſich zu bemühen. Du, rief er endlich, Du mit Deinem zähen Geiſt des Widerſtrebens, mit Deinem Rechtsgefühl und der Geſetzkenntniß, die Du beſitzeſt, biſt ganz gemacht für den Kampf unſerer Zeit. Was würde daraus geworden ſein, wenn Du mit der tollen Frau davongelaufen wärſt, um in irgend einem Thale bei Mandeln und Eitronen zu wohnen? In Reue und Gewiſſenspein hätteſt Du kümmerlich geendet. Randau drückte ihm die Hand. Seine Gedanken flogen zurück nach dem einſamen Meierhofe am See, wo Aurelie ihn mit ſtolzer Gewißheit erwartete. Im Mondenglanze hörte er Pferde ſchnauben; ein Reiſe⸗ wagen, hoch bepackt, ſtand halb im Schatten der Schwarz⸗ tannen verborgen. Aurelie ging mit großen unruhigen Schritten auf und ab. Aufhorchend, ungeduldig die Hände ballend und ihre großen heißen Augen über die hellglänzenden Felder ausſchickend, um den Geliebten zu entdecken, eilte ſie durch die Gänge und endlich ſtieß ſie einen Laut der Freude aus, denn vom See herauf kam