Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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Jakob, rief ſie, mein Bruder! und ihr bittender Blick wandte ſich auf Randau, als ſie leiſe hinzufügte: Aurelie hat ihn mir zugeſandt.

Du haſt mich fordern laſſen, Schweſter, begann der Tapezier, und die Frau Baronin hat es ſo eilig ge⸗ macht, daß ich ſogleich fortgelaufen bin, weil ich dachte, es ſei irgend ein Unglück geſchehen, bei dem ich helfen könnte.

Randau reichte ihm die Hand. Nur um Zeuge unſeres Glücks zu ſein, erwiderte er freundlich, und da⸗ mit ich Gelegenheit habe, alles Unrecht offen zu be⸗ kennen, ſind Sie zu uns gekommen. Laſſen Sie uns wahre Freunde ſein, Jakob, und glauben Sie mir, der letzte Reſt vom alten böſen Sauerteig des Hochmuths iſt in mir verarbeitet und vernichtet.

Es iſt eine rauhe harte Hand, die ich Ihnen reiche, er⸗ widerte der Arbeiter ſtolz und froh lachend, aber lieber Herr, mein lieber Freund, wenn ich Sie ſo nennen darf, Jakob Neuhaus hat einmal keine andere, und gerade

heraus er glaubt, daß ſie in ihrer Art mehr werth iſt, w man zarte und weiche.

Und ich ſchlage ein und ſage ja, rief Randau. Ich

will dieſe Hand in Ehren halten und den tüchtigen Mann

dazu, dem ſie gehört.

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