Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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Feſtigkeit: Fürchte nichts, ich werde tragen können, was ich tragen muß; ich weiß es wohl, daß auch ich einen Theil der Schuld zu büßen habe. Halte mich nicht zurück; aber erfülle eine Bitte. Sende mir morgen meinen Bruder Jakob, alles Andere wird ſich nach Deinen Wünſchen geſtalten.

So iſt es beendet! ſagte Aurelie tief athmend, als ſie mit Bernauer an der Grenze des Geheges ſtand und

den Wagen, der Marie und Polenz trug, raſch davon⸗ rollen ſah. Morgen öffnet ſich eine neue Welt für mich, deren ahndungsvolle Wonne mich berauſcht.

Es öffnet ſich vor Ihnen ein edleres beſſeres Leben, antwortete der Geiſtliche, das, wie ich hoffe, Sie be⸗

glücken wird.

Und Sie ſtimmen mir bei, mein theurer Freund, daß ich ohne Vorwurf bin für das Leid, das mein Glück hervorruft?

Jeder Menſch, erwiderte Bernauer mit ſtrengem Ernſt, ſtrebt zu erreichen, was er begehrt. Saamen⸗

körner ſtreut der Säemann aus; was des Allgewaltigen

Wille gedeihen läßt, ſei es gut oder böſe, es hat ſeinen Zweck und dieſer muß ſich erfüllen.