Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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ſei. Dieſe Stunde mußte erſcheinen, denn mir gehörſt Du an. Mein Eigenthum biſt Du früher geweſen, als das ihre, ich habe ein heiliges Recht an Dich, das nie erlöſchen konnte; jetzt fordere ich Dich zurück.

Und wie vermöchte ich den Abgrund auszufüllen, der uns trennt, ſagte er erſchüttert.

Durch den Muth Deiner Liebe, durch einen einzigen tühnen Entſchluß, der Deine Banden ſprengt, erwiderte ſie. Alles habe ich vorbereitet, es bedarf nur Deines Willens. Ich bin frei. Der größte Theil meines Vermögens iſt in baaren Summen in meinen Händen, das Uebrige geſichert. Ich bin vorbereitet, eine weite Reiſe zu machen mit Dir, mein Geliebter. Führe mich, wohin Du willſt, ich folge Dir.

Und Marie! murmelte Randau kaum hörbar.

Sie wird weinen, klagen und ſich tröſten, ſagte Aurelie. Unglücklich will ſie Dich nicht ſehen; wiſſe, daß ich ſie vorbereitet habe.

Das thateſt Du? fragte er erſchrocken.

Noch mehr, fuhr ſie fort. Ingihrer Begeiſterung für Dein Glück ſchwor ſie mir zu, ſie würde entſagen und dulden können, wenn ſie wüßte, daß ſie die Urſache Deines Kummers ſei. Sie wird ſich in Unvermeidliches zu finden wiſſen; zärtliche Sorgfalt wollen wir tragen,