Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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Wo iſt der Ball, Du Böſewicht? fragte er.

Bei Deiner Tante, der Präſidentin. Weiß ſie von Deiner Ankunft?

Guſtav bewegte verneinend den Kopf. Meine Tante giebt einen Ball? Das iſt ein zweites Wunder.

Sie hat vielen dringenden Bitten nachgegeben und heut Du denkſt nicht daran, heut iſt Aureliens Ge⸗ burtstag.

Eine Pauſe folgte. Wahrlich, ja, Du haſt Recht, ſagte der junge Mann endlich, ich habe es vergeſſen, aber dieſer Zufall iſt ſeltſam. Aurelie befindet ſich wohl?

Sehr wohl.

Und in Nichts verändert? So ſchön und ſpröde, wie ſonſt?

Ganz dieſelbe, ſagte Polenz lächelnd.

Der Diener öffnete die Thür. Der Wagen iſt da, gnädiger Herr, meldete er.

So nimm Degen und Mantel, Franziskus, und trage ſie hinunter. Nimm auch das Buch hier er gab ihm ein Buch in Papier eingeſchlagen ich werde folgen.

Warum in aller Welt, fragte Guſtav lachend, haſt Du

den Franz in ſeinen alten Tagen zum Franziskus gemacht?