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Ss iſt alſo ein Herzengeheimniß! —
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Weil es beſſer klingt, erwiderte der Gutsbeſitzer ein wenig verlegen, und— doch, lieber Guſtav, wie ſehr ich auch betrübt bin, Dich verlaſſen zu müſſen, und wie neugierig ich bin, heut noch von Dir und Deinen Reiſen und Abenteuern etwas zu erfahren, wirſt Du es doch nicht übel nehmen, wenn ich Alles auf Morgen ſpare.
Der, dem dieſe Abſchiedsworte galten, hatte inzwiſchen ſeinen Anzug gemuſtert, und ſichtlich zum geringen Ver⸗ gnügen ſeines Freundes, ſagte er: Ich werde Dich be⸗ gleiten. Sie ſollen es durch mich ſelbſt erfahren, daß ich heimgekehrt bin. Eine Stunde will ich bleiben, länger nicht; vielleicht iſt es gut ſo, und ich finde Gelegenheit, mein Herz auszuſchütten.
Dein Herz? fragte Polenz, ihn ſcharf und lächelnd beobachtend.
Es laſtet Etwas darauf, erwiderte Guſtav, ihm die Hand drückend. Ein Geheimniß, doch Du ſollſt es bald erfahren. Ob's Glück ob Unglück iſt, ich weiß es nicht, aber es iſt unauflöslich mit meiner Zukunft ver⸗ bunden. Und wer hat dieſe je erforſcht! Wer kann ſagen, er blickte in den magiſchen Spiegel, der ihm ſein Schick⸗ ſal zeigte?


