Teil eines Werkes 
2. Band (1820) Leben und Dichtung in Erzählungen / von Friederike Lohmann
Entstehung
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ſtet, und mit truͤben, ja verweinten Augen.

Elsbeth, ſagte er, ich muß Dich verlaſſen,

mag es mir gehen, wie es immer will, daß ich fort muß, iſt doch gewiß. Ich habe es dieſe Nacht unter tauſend Thraͤnen be⸗

ſchloſſen. Sieh, in Euer Leben tauge ich

nicht, ich wuͤrde verkuͤmmern und verder⸗ ben. Euer Geld wuͤrde mich druͤcken, und glaube mir nur, es druͤckt Euch auch. Sieh nur Deinen Vater an, der ſonſt ſo froͤhlich uͤber die Berge ſchritt, der Abends nach der Arbeit ſo wohlgemuth und zufrieden war, kennſt Du ihn noch? Seine Thaler machen ihm keine frohe Stunde, und doch weiß ich, wie ihn ehemals ein erworbener Groſchen erfreute. Es iſt Gottes Wille, daß der

Menſch ſich muͤhen ſoll um die zeitlichen

Guͤter, wer ſie ohne Muͤhe hat, dem bringen ſie keinen Segen. Als mir die Mutter vor ſechs Wochen ſchrieb, daß mein armer Vater geſtorben ſey, und ich nun ihre einzige Stuͤtze waͤre, da wanderte ich mit 50 erſparten Gulden in die Heimath. Ich haͤtte wohl mehr gehabt, aber ich ſchickte von jedem Gewinn die Haͤlfte den Eltern, die andere legte ich mit ſtiller Luſt