Teil eines Werkes 
2. Band (1820) Leben und Dichtung in Erzählungen / von Friederike Lohmann
Entstehung
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O ja, entgegnete Conrad finſter, ich habe mich in ihr geirrt.

Zitternd ließ ſich Elsbeth in den Wagen heben, ſie hatte nicht den edlen Muth, ſich in dieſer Geſellſchaft zu ihrem Jugendfreunde zu bekennen, auch zog die Mutter ſie aͤngſt⸗ lich hinauf, und fluͤſterte ihr zu, den Schleier fallen zu laſſen. Aber aus Els⸗ beths Seele war des Juͤnglings Bild nicht ſo leicht zu vertilgen, es hatte die ganze Fuͤlle ſuͤßer Jugendfreuden mitgebracht, und wie der Wagen ſich weiter entfernte, uͤber⸗ fiel ſie die ſchmerzlichſte Reue. Sie rief,

ſo bald ſie konnte, einem Bedienten, und

gab ihm den Auftrag, jenen Landmann zu ſuchen, den ſie Abends im Garten zu ſpre⸗ chen wuͤnſchte.

Dieſe Unterredung, ſo ſchmerzlich, und doch ſo ſuͤß, dieſes Wiederſehen, ſo unge⸗ ahnet, durch ſo manchen Zweifel getruͤbt, und doch ſo begluͤckend, mag ſich jedes Maͤdchenherz ſelbſt malen. Dem Maͤhrchen will es nicht gelingen, es eilt vorwaͤrts,