228
und berichtet nur, daß Elsbeth, nachdem ſie dem jungen Mann das große NRaͤthſel ihres Reichthums geloͤſ't hatte, ihn zu bere⸗
den wußte, in einer anſtaͤndigen Maske
bei ihrem Abendzirkel zu erſcheinen, wo er alsdann ihren Eltern ein willkommner Gaſt ſeyn werde. Conraden war der Vorſchlag nicht ganz recht, aber wozu koͤnnte nicht Liebe die Liebe bewegen; Elsbeth that ihm ein Gartenhaus auf, verhieß, einen Anzug
des Herrn von Bartel zu ſchicken, und
huͤpfte froͤhlicher als ſeit lange, ſingend, wie in ihren Bergen, dem Hauſe zu. Hier war ſchon alles feſtlich bereitet, Frau Lieſe ſaß in ihrer ganzen Breite auf dem Sopha, die Gaͤſte zu erwarten; Bartel ſtreckte ſich gaͤhnend im Lehnſtuhl, und ließ einen Dau⸗ men um den andern kreiſen. Elsbeth fiel der Mutter ſtuͤrmiſch um den Hals, und
kuͤndigte ihren Conrad an. Er wird nicht
wie ein Bauer erſcheinen, liebe Eltern, ſagte
ſie, und nicht wahr, wenn er einwilligt,
mit uns hier zu leben, ſoll von den andern Freiern nicht mehr die Rede ſeyn? Ach, Gott, mir iſt ganz anders zu Muthe wie vorher! Recht, als haͤtte ich lange,


