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Wir hatten uns einmal nach einem ſehr bangen Tage zur Ruhe begeben, die gene⸗ ſende Tante ſchlief ſanft neben mir, denn ich verließ ſie jetzt ſelbſt in der Nacht nicht, mich hielten truͤbe Gedanken auf meinem Lager wach. Nicht weit von unſerm Dorfe lag ein Haufe Soldaten, von denen wir dieſen ganzen Tag viel Plage gehabt hatten, und uns auch jetzt noch nichts Gutes verſahen. Unſere Thuͤr war dicht verrammelt, alle Laͤ⸗ den doppelt verriegelt, im Hausflur wachten einige ſtarke Knechte, nebſt dem alten Be⸗ dienten. Es mochte Mitternacht ſeyn, als laute Schlaͤge am Hauptthor mich aus einem eben beginnenden Schlummer weckten. Laß ſie nur klopfen, ſagte Martin draußen, wir machen nicht auf. Ich erhob mich zitternd, auch die Tante erwachte, und fragte mit Angſt, was es gaͤbe. Das Klopfen ward immer lauter, wir vernahmen Fluͤche und Drohun⸗ gen, mit ungeſtuͤmen Forderungen gemiſcht, die wir nicht zu befriedigen wußten, weil uns der verfloſſene Tag faſt aller Lebensmittel be⸗ raubt hatte. Bebend warf ich einen Mantel um, und ging in den Keller, um die Drohen⸗ den mit Wein zu beruhigen. Martin oͤffnete ein kleines Fenſter, und reichte die Flaſchen


