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ndtn falles wurde, kaum daß die Karawane ihren Ritt ein paar tauſend dem Schritte weit aus ſeiner unmittelbaren Nachbarſchaft fortgeſetzt ruder hatte, durch ein ganz eigenthümliches Geräuſch von nahen wie fer⸗ Shalb nen Stimmen überbrauſt. Auf den Berggipfeln zeigten ſich männ⸗ Ver⸗ liche Geſtalten. Die Es waren die montenegriniſchen„Rufer“. Ser⸗ Es iſt wohl ſehr natürlich, daß die Leute in allen Gebirgslän⸗ Sage dern, wo ſie auf ſo unbequemen Wegen zu einander gelangen, lieber leitet ihre mächtige Stimme als ihre flinken Beine in Bewegung ſetzen, des um die Botſchaften zu beſtellen, die ſie auszurichten haben. Anſiedler in der Ebene, wenn ſie etwas mit einander abzumachen haben, treten ſich bei ihren Zwiegeſprächen Mund an Mund gegenüber und unter⸗ ein halten ſich leiſe. Die Gebirgsbewohner aber finden es bequemer, ſich tder über die Felſenabgründe hinüber oder vom Thalgrunde auf die rache Berge hinauf aus weiter Ferne zu verſtändigen. So haben die Al⸗ eurer penhirten in der Schweiz und Tirol das Jodeln, die Jauchzer und dn die langen Doppelgeſänge erfunden, mit denen ſie ſich ſchon von ngess Weitem begrüßen. In Montenegro jedoch wie in ganz Dalmatien ers ſind die lauten Zwiegeſpräche— Zwicgeſchreie ſollte man eigentlich wohl ſagen— noch viel häufiger. Der Reiſende iſt in dieſen Ländern faſt e in immer und überall von einem Geſumme unheimlicher Stimmen den umgeben. Es tönt vom Thale heraus, von den Bergen herab, aus m⸗ der Nähe wie aus der Ferne. ſe Das ſind die erwähnten montenegriniſchen Rufer. rits Die Leute nehmen dabei einen ganz eigenthümlichen Ton der hn, Stimme an, von dem ſie der Erfahrung gemäß wiſſen, daß er am weiteſten in die Ferne dringt. Die meiſten Reiſenden verſuchen ver⸗ 3. gebens ihn nachzuahmen, zu treffen. Auf dem Papiere läßt er ſich, ſin wie ſchon Kohl richtig bemerkt, gleichfalls ſchwer beſchreiben. Es iſt kein grelles Jauchzen und Jodeln wie in den helvetiſchen oder tiro⸗ liſchen Alpen, es iſt auch keine Bauchrednerei, aber etwas zwiſchen beidem, und läßt ſich am deutlichſten als ein dumpfes Geheul be⸗ zeichnen, wobei die Worte lang gedehnt werden; auch hat es in Montenegro wie in Dalmatien überall dieſelbe Weiſe, trägt die gleiche Phyſiognomie. Wer es ein paar Mal gehört hat, vergißt es gewiß nicht wieder. Selbſt wenn man einem der Rufer oder Schreier a nahe ſteht, klingt es ſchon, als käme es aus der Ferne, und doch ſoll b eben in dieſer gedämpften Weiſe die Stimme am Weiteſten tragen. du, Man ſoll dabei bis auf unglaubliche Entfernung jedes Wort deutlich ſek⸗ Der Montenegriner 31 1:
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